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Architekturmanagement Seminare
Seit vielen Jahren veranstalten wir Seminare und halten Vorträge gemeinsam mit folgenden Universitäten/Firmen:
Management Circle, Frankfurt/München, Seminare zur aufsichtlichen Offenlegung
Download Seminarbroschüre 2008
Download Seminarbroschüre 2009
Open University Business School, Finance und IFRS/IAS Seminare in UK, Schweiz, Österreich, Deutschland, Rumänien, Russland
Business Circle, Vorträge und Präsentationen bei Konferenzen in Wien
Institut for International Research, Vorträge, Wien, Frankfurt
Österreichisches Controller Institut, Vorträge, Wien
Die optimale Beurteilung des Markt- und Kreditrisikos ist für eine
Bank ein sehr wichtiger Stabilitätsfaktor, viele Institute können in
diesen Tagen über wachsende Rückstellungen für die Risikovorsorge ein
Lied singen. Die EDV-Lösungen zur Unterstützung der Risikobeurteilung
von Handels- und Kreditprodukten sind daher - nicht erst seit Basel II
- ein essentieller Bestandteil der EDV-Infrastruktur bei
Kreditinstituten. Jede Verbesserung in diesem komplexen und wichtigen
Feld spart der Bank bei verringertem Risiko bares Geld. Zudem spielt
die Bearbeitungsgeschwindigkeit bei einem Engagement eine wichtige
Rolle. Sei es, dass eine Handelsentscheidung rasch getroffen werden
muss oder dass im Wettbewerb mit anderen Banken interessante
Kreditkunden gewonnen werden sollen. Die hierfür nötigen EDV-Systeme
sind langfristig angelegt, weisen zahlreiche Schnittstellen zu anderen
Systemen auf und haben eine hohe Komplexität, was Entwicklungs- und
Wartungskosten sowie Risiken über Jahre hinweg maßgebend beeinflusst.
Wie löst man diese Aufgabe?
Lösungsansatz
"Als Software-Entwicklungspartner von Banken ist es bereits im Vorfeld
von Softwareimplementierungen unsere Aufgabe, die Komplexität der
Aufgaben transparent zu machen, um damit die Entwicklungsrisiken so
weit wie möglich zu minimieren," so Johannes Hofinger von Brain Force
Software. Und weiter: "Architekturmanagement bietet die Möglichkeit,
von der Sammlung und Priorisierung der fachlichen Anforderungen bis
zur technischen Konzeption strukturiert vorzugehen. Dabei wird im
Gegensatz zu bisherigen Vorgehensmodellen ein integrativer Ansatz
verfolgt".
Architekturmanagement geht davon aus, dass ein neues Softwaresystem
sowohl externe als auch interne Beziehungen aufweist. Externe
Beziehungen insofern, als dass sich das neue System prozessual,
datenflussseitig und hard- und softwaremäßig in die bestehende
Architektur einpassen muss. Dies setzt voraus, dass die bestehende
Ist-Anwendungslandschaft möglichst unternehmensweit auf den
unterschiedlichen Ebenen (Prozesse, Daten, Funktionen, Software,
Hardware) modelliert ist und die Rahmenbedingungen für zukünftige
Soll-Architekturen definiert sind. Das Softwaresystem muss aber auch
intern schlüssig sein. Hier sind die unterschiedlichen
Architekturstufen sehr eng an den traditionellen
Softwareentwicklungsprozess angelehnt. Hier folgen klassisch die
Anforderungsdefinitionssphase, die detailliertere Fachkonzeptionsphase
mit der Modellierung der Anwendungsebene, und die technische
Konzeptionsphase, bei der über die Hard- und Softwareanforderungen
bzw. -architektur entschieden wird, aufeinander. Ziel ist die
deduktive Ableitung der Modellierungen aus der jeweils übergeordneten
Ebene im Hinblick auf die Gesamtarchitektur. Über alle Phasen zieht
sich das Bestreben hindurch, das zu entwickelnde System in seiner
Gesamtheit zu erfassen und mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Positiver Nebeneffekt dieser strukturierten Vorgehensweise ist der
Zwang zu einem konsequenten Abstimmungs- und Entscheidungsmechanismus
im Projekt sowie der Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses der
Projektanforderungen über fachliche und technische Grenzen hinweg.
Zusammenarbeit Bayerische Landesbank - Brain Force Software
Die Brain Force Software GmbH - vertreten durch das Service Center
Bank- und Finanzwesen - arbeitet bereits seit längerer Zeit als
beratender Partner zu diesem Thema mit der Bayerischen Landesbank (
BayernLB) zusammen. Es begann mit der erfolgreichen Zusammenarbeit
beim Projekt zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen der 6. KWG
Novelle (Grundsatz 1/Umsetzung der EU-Kapitaladäquanzrichtlinie). Aus
den gewonnenen Erfahrungen ergab sich der Auftrag, bei der Erhebung
und Modellierung der Ist-Anwendungsarchitektur für die instrumentelle
und dokumentäre Steuerung auf allen Ebenen mitzuwirken. Vor zwei
Jahren kam dann die "architektonische" Unterstützung bei der Umsetzung
umfangreicher Anforderungen an das Handelsgeschäft im Bereich Markt-
und Adressausfallrisiko hinzu. Speziell letzteres Projekt wies
aufgrund der fachlich und technisch anspruchsvollen Themenstellungen
und der zahlreich involvierten Fachbereiche hohe Komplexität auf. Auch
wenn letztlich auf Kaufsoftware zurückgegriffen wurde, so erforderte
die Integration dieser Software doch umfangreiche Eigenentwicklungen.
"Architekturmanagement hat einen wesentlichen Beitrag geleistet, den
erfolgreichen Fortschritt des Projekts zu gewährleisten", so Dieter
Seipt, Schwerpunktmanager bei der BayernLB.
Zukunftsausblick
"Panta rei - Alles fließt", was schon die alten Griechen wussten,
trifft auf Banken in ganz besonderem Maße zu. Die hohe Beweglichkeit
der Ware "Geld" und die ständige und rasche Veränderung des
wirtschaftlichen und technischen Umfeldes erfordert eine permanente
Weiterentwicklung der Softwaresysteme. Dabei darf die eingesetzte
Software nicht zum Hemmschuh des Fortschrittes werden. Sowohl hohe
Entwicklungskosten als auch mangelnde Funktionalität und Flexibilität
stellen sich häufig als kritischer "Miss"erfolgsfaktor heraus. Und die
kommenden Herausforderungen in den nächsten Jahren sind groß,
betrachtet man nur die bereits identifizierten und definitiv zu
realisierenden Themen für die nahe Zukunft: Basel II, International
Accounting Standards, Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft,
Kreditrisikomanagement, Rating, etc.
Vorausschauendes Architekturmanagement kann einen großen Teil der mit
diesen anspruchsvollen Realisierungsaufgaben einhergehenden
Softwareentwicklungsrisiken minimieren und den Schutz der hohen
Investitionen sicherstellen.